Aus Alt mach Neu: Basteln mit Müll

Mit Glitzer und Strass-Steinchen hübschen Maja (rechts) und ihre Freundinnen die alten Klamotten auf. FOTO: Esther Krauß

Mit Glitzer und Strass-Steinchen hübschen Maja (rechts) und ihre Freundinnen die alten Klamotten auf.
FOTO: Esther Krauß

Upcycling ist das Zauberwort. Das heißt auf Deutsch so viel wie „Abfallveredelung“. Aus alten Klamotten werden etwa modische Einzelteile designt oder aus Pappresten Möbel. Das Kinder- und Jugendmuseum veranstaltete eine Upcycling-Party. Unter dem Motto „aus Alt mach Neu“ haben an die 20 Kinder diese kreativen Bastel-Techniken ausprobiert. In Workshops haben sie gelernt, wie man aus Tetra-Packs Geldbörsen macht. Und aus Thunfisch-Dosen kleine Spielkreisel.

Alte Dinge wiederzuverwerten spart nicht nur Geld, sondern ist auch wichtig für die Umwelt. Denn die Müllberge auf der Erde wachsen von Jahr zu Jahr.
Viele Stoffe zersetzen sich nicht so einfach. Plastiktüten etwa brauchen hunderte Jahre bis sie verrotten. Für Einkäufe sollte man daher lieber Stoffbeutel dabeihaben. Manchmal lassen sich Plastiksachen aber nicht vermeiden. Aus ihnen lassen sich aber auch stabile Behälter basteln.

Das haben die Kinder im Taschenworkshop in dem Museum gelernt. Auch im Textilbereich ist es sehr sinnvoll, Müll zu vermeiden. Denn der steigende Bedarf an Textilfasern ist zu einem großen ökologischen Problem geworden. „In den Baumwollanbaugebieten führt die Textilproduktion zu einem extremen Bedarf an Wasser und Düngemittel. Sie verursacht daher indirekt auch Wasserknappheit und andere Umweltprobleme“, erklärt Lea Lenke, die die Veranstaltung mitorganisiert hat. Es schont daher die Umwelt, nicht massenhaft billige Kleidung einzukaufen, sondern ökologisch produzierte Stücke zu kaufen und diese lange zu tragen und nicht gleich wegzuschmeißen.