Die erste Kinder-Uni bei der Zeitung

Bei den Nürnberger Nachrichten hat zum ersten Mal eine Kinder-Uni stattgefunden. Das Thema lautete „Wie kommen Berichte in die Zeitung?“ – und das konnten die 16 jungen Teilnehmer am besten in unserer MitmachMedienWelt herausfinden.

 

Ein Blick in die MitmachMedienWelt, in der die 16 Kinder-Uni-Teilnehmer die ihnen unbekannten Männer Wolfgang Laaß (Bildmitte) und Stefan Hippel (rechts daneben) interviewen durften. Die jungen Reporter hatten gleich sehr neugierige Fragen auf Lager. Foto: Stefanie Goebel

 

Die wurde extra für Kinder eingerichtet, die mit ihrer Schulklasse oder Hortgruppe den Verlag besuchen. Die Redakteurinnen Kristina Banasch und Stefanie Goebel haben den Kindern gezeigt, welche Berufe es bei der Zeitung – oder besser gesagt in einem Medienhaus – so gibt.

 

Das sind zum Beispiel Redakteure, die Artikel für die Zeitung und die Internetseite schreiben, Fotografen, die dazu die Fotos machen, und Videojournalisten, die Videos für die Webseite und die sozialen Netzwerke erstellen. Dann gibt es aber auch noch Anzeigenberater, die Firmen Werbeplatz verkaufen, Drucker, welche die riesige Druckmaschine bedienen, oder Zusteller, die frühmorgens die Zeitungen in den Briefkasten der Leser werfen.

 

In einem Medienhaus ist also ganz schön viel los. Und um am eigenen Leib herauszufinden, wie es ist , als Reporter bei der Zeitung zu arbeiten, haben die Kinder Interviews mit zwei Männern geführt: mit einem Fotografen und einem Sportredakteur.  Was die künftigen Kinderreporter, die auch über andere Kinder-Uni-Veranstaltungen berichten dürfen, erfahren haben, erfährst du hier in den Interviews.

 

Stefan Hippel ist 55 Jahre alt und arbeitet seit fast 30 Jahren als Presse-Fotograf bei den Nürnberger Nachrichten. Die Aufgabe für die jungen Reporter lautete etwas Spannendes von ihrem Gesprächspartner zu erfahren.

 

Welches war Ihr spannendstes Foto?
Stefan Hippel: Es war eher ein spannendes Ereignis, die Deutsche Einheit: Als wir ein vereintes Deutschland wurden.
Wollten Sie als Kind auch schon Fotograf werden?
Stefan Hippel: Nein, als Jugendlicher hatte ich einen Freund mit einer Kamera. Das, was er damit gemacht hat, gefiel mir so gut, dass ich es auch machen wollte. Als Kind wollte ich mal zur Polizei, weil mein Vater auch Polizist ist. Aber ich bin froh, Fotograf zu sein, das gefällt mir besser.
Was gefällt Ihnen an dem Beruf?
Stefan Hippel: Er ist so abwechslungsreich. Ich kann mir viele Dinge ansehen, zu denen andere Leute keinen Zugang haben. Sie erfahren davon dann aus der Zeitung.
Haben Sie Ihre Kamera immer dabei?
Stefan Hippel: Ja, überall. Auch wenn ich spazieren gehe oder im Urlaub bin. Dann ist sie aber etwas kleiner.
Fahren Sie Ski?
Stefan Hippel: Ja, das habe ich früher öfter gemacht und dabei auch fotografiert. Ich habe also auf Skiern Geld verdient. Da habe ich zum Beispiel Sportveranstaltungen wie Ski-Weltcups fotografiert.

 

Er war nicht so leicht zu erkennen wie Fotografenkollege Stefan mit seiner großen Kameratasche: Wolfgang Laaß, 47 Jahre alt, Vater von drei Kindern und Sportredakteur bei den Nürnberger Nachrichten.

 

Machen Sie selbst auch Sport?
Wolfgang Laaß: Ja, in meiner Freizeit mache ich auch Sport: Ich spiele Fußball und gehe ins Fitness-Studio.
Und was genau macht ein Sportredakteur?
Wolfgang Laaß: Grob gesagt: beschreiben, wie andere Sport machen. Und meine Meinung zu ihrer Leistung äußern.
Wie finden Sie Ihren Beruf?
Wolfgang Laaß: Ich finde meinen Beruf spannend, weil doch jeden Tag etwas Neues passiert, gerade beim Club. Oder etwas, das mich begeistert.
Haben Sie eine Dauerkarte fürs Stadion?
Wolfgang Laaß: Ich habe eine Art Arbeitsdauerkarte. Ich gehe zu vielen Heim- und Auswärtsspielen des 1.FC Nürnberg, weil ich darüber dann ja berichten muss. Und wir Sportredakteure fahren auch ins Trainingslager mit dem Club mit. Wenn die Spieler im Winter nach Spanien oder Portugal fliegen, dann sind wir dabei.
Und sind Sie auch schon mal weiter weg gereist für ein Fußballspiel?
Wolfgang Laaß: Ja, als der Club im Europapokal gespielt hat, war ich bei einem Spiel in Griechenland. Und die deutsche Nationalmannschaft habe ich mal nach Dublin in Irland begleitet. Das war spannend und hat viel Spaß gemacht.