In Japan lächeln Smileys anders als bei uns

Unsere NN–Ferienreporter haben sich schlaugemacht, wie die gelben Gesichter entstanden sind

Nutzt du auch Smileys, wenn du deinen Freunden Nachrichten über Smartphone oder Internet schreibst? Unsere Ferienreporter können ohne Smileys nicht mehr leben, sie verwenden sie jeden Tag. Auch Elke Schneider vom Museum für Kommunikation in Nürnberg ist Fan von Smileys und Emoticons. Kennst du überhaupt den Unterschied?

 

Die Ferienreporter im Smiley-Paradies. Mara Streb, Rebekka und Lisa-Marie Engelhardt und Dorothea Buchta (von links). Foto: Aileen Gonda

Die Ferienreporter im Smiley-Paradies. Mara Streb, Rebekka und Lisa-Marie Engelhardt und Dorothea Buchta (von links). Foto: Aileen Gonda

 

Die Geschichte der Smileys begann 1982, als der amerikanische Physiker Scott Fahlman den ersten Smiley erfand. Er wollte damit in einer E-Mail deutlich machen, dass sein Satz nicht ernst gemeint ist, und überlegte sich die Tastenkombination für einen fröhlichen und einen traurigen Smiley, nämlich 🙂 oder :-(. Mehr, meinte er, sei nicht notwendig. Damit lag er wohl ganz schön falsch! Denn seither sind noch einige Smileys dazugekommen. Mittlerweile gibt es sie auf der ganzen Welt.

 

Wusstest du, dass japanische Smileys ganz anders aussehen als europäische? Fröhlich und traurig sind hier: (^_^) und (;_;). Japaner schauen nämlich mehr auf die Augen, deswegen ist der Mund weniger ausgebaut. Außerdem zeigen Japaner beim Lachen nicht ihre Zähne, weil das als „Angriff“ verstanden wird. Somit gibt es auch keine japanischen Smileys, die Zähne zeigen.

 

Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Smiley und einem Emoticon? Ein Emoticon, kurz Emoji genannt, ist eine Zusammensetzung aus den englischen Wörtern „emotion“ (Gefühl) und „icon“ (Bild). Es ist also ein Bild, das Emotionen darstellt. Die gelben Gesichter zählen somit zu den Emojis. Ein Smiley hingegen besteht nur aus Satzzeichen.

 

Unsere Museumsführerin Elke Schneider (56) erzählt: „Ich schreibe täglich an die 50 E-Mails. In denen nutze ich sehr oft Smileys, allerdings nicht bei hochoffiziellen Mails, nur bei Kollegen und Freunden.“

 

Schneider drückt mit den Lachgesichtern ihre Emotionen aus und bringt somit eine „gewisse Buntheit“ ins Gespräch. Ein Update für WhatsApp machte es möglich, die Gesichter- und Hände-Emojis in einer anderen Hautfarbe zu zeigen. Schneider findet die Idee klasse, „weil es einfach mehr Hautfarben auf der Welt gibt als eine“.

 

Doch was meint sie, wie sich Emoticons weiterentwickeln werden? „In der Zukunft wird es zunehmend bewegte Bilder geben. Diese sind noch attraktiver als stehende Bilder.“
Zum Schluss wollten wir noch wissen, wie gut sich Schneider wirklich mit Smileys auskennt. Und wir staunten nicht schlecht: Von elf aufgemalten Smileys wusste die 56-Jährige fast alle. Selbst wir kannten einige nicht — zum Beispiel den Engel, der so aussieht 0:–)

 

Text: LISA-MARIE (13) UND ]REBEKKA (12) ENGELHARDT