Kinder als Erfinder

Der 17. Januar ist ein besonerer Tag. Er hat was mit Ausprobieren und Tüfteln zu tun: Am 17. Januar ist Tag der Kinder-Erfinder! Viele Dinge, die heute zu unserem Alltag gehören, haben Kinder erfunden. Zum Beispiel kamen Kinder auf die Idee, dass wir im Sommer Eis am Stil schlecken können. Und im Winter haben wir keine kalten Ohren, weil ein kleiner Junge sich überlegte, Ohrenschützer zu entwickeln.

 

Ohrenschützer sind im Winter eine feine Sache. Und erfunden hat sie…? Genau: ein Kind!
Foto: colourbox.de

 

Das sind alles so tolle Sachen, dass am 17. Januar alle Kinder gefeiert werden, die schon einmal etwas erfunden haben. Hast du auch schon mal eine Lösung für ein Problem entwickelt? Dann kannst du feiern! Und wenn du dich noch nicht getraut hast, jemanden von deiner Idee zu erzählen oder etwas zu erfinden, dann keine Sorge! Denn den Tag gibt es auch, um Kinder zu ermutigen. Also los, es gibt noch viele Probleme, für die es bisher keine Lösung gibt!

 

Der Tag findet übrigens jedes Jahr am 17. Januar statt. Das ist der Geburtstag von Benjamin Franklin. Jetzt fragst du dich vielleicht, wer das denn ist. Franklin war vor über 200 Jahren ein wichtiger Politiker in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn er sich aber nicht gerade mit den Problemen des Landes beschäftigte, hat er viele Dinge erfunden.

 

Das hat er schon als kleines Kind gemacht. Mit zwölf Jahren hat er zum Beispiel Schwimmflossen für die Hände entwickelt. Und als Erwachsener hat er überlegt, was er tun kann, damit der Blitz nicht ins Haus einschlägt. Er erfand den Blitzableiter.

 

Das Eis am Stiel

 

Im Jahre 1905 mischte der elfjährige Frank Epperson in den USA Limo mit Brausepulver. Er rührte das Getränk mit einem Holzstäbchen um und stellte alles zum Abkühlen vor das Fenster. Dort vergaß er es, und am nächsten Tag war es gefroren. Als sich das Eis im warmen Zimmer dann vom Rand des Bechers löste, kippte Frank den Becher um und hatte ein Eis am Stiel in der Hand.

 

Die Ohrenschützer

 

Der 15-jährige Chester Greenwood war im Jahr 1873 im Winter in den USA Schlittschuhlaufen. Er fror dabei an den Ohren, denn er hatte nur einen Schal um den Kopf gewickelt. Der verrutschte aber immer wieder. Zurück zuhause bog er sich ein paar Drahtreifen zurecht und bat seine Oma, Fell darauf zu nähen. So entstanden die ersten Ohrenschützer.

 

Die Blindenschrift

 

Die Braille-Schrift besteht aus Zeichen, die man mit den Fingern ertasten kann.
Foto: Hendrik Schmidt (dpa)

 

1814 erblindete der fünfjährige Louis Braille (sprich: Braj) in Frankreich nach einer Verletzung am Auge. Doch er wollte auch weiter Bücher selbst lesen können. Deshalb tüftelte er an einer Schrift, die er durch Ertasten lesen konnte. Er ersetzte jeden Buchstaben durch eine bestimmte Anzahl von Punkten, die sich leicht vom Blatt abheben. Das Alphabet kannst du auf dem Bild sehen. Mit 16 Jahren hatte er die Blindenschrift fertig entwickelt.

 

Der intelligente Rollstuhl

 

Manchmal sind Menschen, die gerade operiert wurden, nicht so gut zu Fuß. Dann muss immer ein Pfleger an ihrer Seite sein, falls der Patient zu wackelig wird. Die Geschwister Marla (13) und Silvan Laidler (15) aus Deutschland haben einen Rollstuhl entwickelt, der dem Patienten von selbst hinterherfährt und immer zur Stelle ist. Das Bild zeigt Marla mit dem Rollstuhl. Diesen haben sie 2017 auf der Erfindermesse in Nürnberg vorgestellt.

 

Der Fernseher

 

Der 14-jährige Philo Farnsworth pflügte 1920 in den USA ein Kartoffelfeld Furche für Furche um. Dabei hatte er eine Idee, wie es ihm gelingen könnte, ein Bild auf ein elektrisches Gerät zu übertragen. Genauso wie er die Furchen nacheinander in den Acker zog, könnte er auch ein Bild Zeile für Zeile übertragen, so wie du ein Buch liest. Noch heute funktioniert das Fernsehen so.

 

 

Text: KATHARINA GÖTZ