Verdauung: Oben rein, unten raus

Weißt du eigentlich was Flatulenz bedeutet? Nein? So nennen Ärzte das, wenn jemand furzt! Gelernt haben das unsere Kinderreporter Luca und Annes bei der Kinder-Uni im Klinikum Nürnberg. Hier berichten sie, was sonst noch auf dem Programm stand.

 

An dieser Station haben wir einem Plüschtier namens Lenny Insulin gespritzt. Das ist ein Stoff, der Körperzellen dazu anregt, Zucker als Energie aus dem Blut aufzunehmen. Wenn man die Krankheit Diabetes hat, stellt der Körper kein Insulin mehr her. Daher müssen sich Diabetes-kranke Menschen regelmäßig Insulin spritzen, damit ihr Körper wieder Zucker aufnehmen und verwerten kann.

In diesem Raum ging es um den Ultraschall. Dort wurden ein paar Kinder „geschallt“. Wir haben dort gesehen, wie zum Beispiel das Herz schlägt oder wie Dick- und Dünndarm aussehen. Vor allem wurden uns die Leber und die Gallenblase gezeigt, die für die Verdauung ganz wichtige Stoffe herstellen. Foto: Stefan Hippel

 

Das Thema der Kinder-Uni war „Spaghetti, Pizza, Schokolade – wie funktioniert unsere Verdauung“. Zu Beginn bekamen wir einen Vortrag der Ärztin Katrin Willman.
Sie hat uns erklärt, wie lange unsere Nahrung im Körper bleibt: eine Minute im Mund beim Beißen und Kauen; zwei bis drei Sekunden in der Speiseröhre beim Schlucken; dann zwei bis vier Stunden im Magen, wo die Magensäure die Nahrung aufweicht.

Vom Magen kommt die zerkleinerte Nahrung in den Dünndarm, wo sie ungefähr vier Stunden lang bleibt. Der Dünndarm ist vier bis fünf Meter lang. 1,5 Meter lang ist der anschließende Dickdarm, in dem die Nahrung noch mal zehn Stunden bis mehrere Tage bleibt.
Erst dann werden die Reste, mit denen der Körper nichts mehr anfangen kann, auf dem Klo ausgeschieden. Übrigens: Ein Mensch nimmt im Laufe seines Lebens ungefähr 20 Tonnen Nahrungsmittel zu sich.

Nach dem Vortrag wurden wir in Gruppen eingeteilt und besuchten vier Stationen, die du auf den Bildern sehen kannst. Nach der 2. Station war Pause. Da gingen wir in die Kantine und bekamen Leberkäsbrötchen und Pizza. Yummy!

 

Hier sind wir in der Chirurgie. Dort standen ein abgedeckter Kasten und ein paar Gerätschaften bereit, zum Beispiel eine „Kamera am Stiel“ und eine Art Zange. Damit sollten wir innerhalb des Kastens Gummibärchen in eine Schale legen. Auf einem Bildschirm konnten wir sehen, ob es klappt. Danach haben wir ein Video gesehen, wie diese Geräte bei richtigen Operationen benutzt werden. Foto: Stefan Hippel

 

In der letzten Station sollten wir Sport machen. Da kamen wir ganz schön ins Schwitzen! Wir machten einen Sit-and-Reach-Test, bei dem wir unsere Arme so weit wie möglich strecken sollten. Der Junge auf dem Bild macht gerade Sit ups. So nennt man das, wenn man sich aus dem Liegen aufrichten soll, ohne den Rücken anzuheben. Ganz schön anstrengend! Foto: Stefan Hippel