Überall zappeln Zappel-Kreisel

Im Moment dreht es sich überall: auf der Nase, auf dem Finger, auf der Stirn, sogar auf dem großen Zeh. Was das ist? Na klar: Fidget Spinner! Die Klasse 4d der Nürnberger Michael-Ende-Schule hat sich den Trend mal genauer angeschaut und berichtet hier einiges Wissenswertes über das neue Kult-Spielzeug.

 

Augen zu und volle Konzentration: Jonas versucht, den Spinner möglichst lange auf seiner Nase kreiseln zu lassen.
Foto: Horst Linke


 

Fidget Spinner: Zur Zeit hat fast jeder einen. Im Netz gibt es jede Menge Tricks zum Nachmachen. Und sogar Bücher sind darüber schon erschienen!
Die einfachste Anwendung besteht darin, den Fidget Spinner zwischen Daumen und Zeige- oder Mittelfinger zu halten und zu drehen.
 
Wie beim Spiel mit einem Jojo oder einem Fingerskateboard kann man dann verschiedene Bewegungen oder Aufgaben ausführen. So kann man versuchen, das Spielzeug möglichst lang zu drehen, beim Drehen die Finger zu wechseln oder möglichst viele drehende Kreisel aufeinanderzustapeln. Man kann den Spinner auch werfen und fangen — wobei er dabei nicht im Drehen gestoppt werden darf.

 

Die einfachste Übung: den Fidget Spinner zwischen Daumen und Zeige- oder Mittelfinger zu halten und zu drehen.
Foto: Horst Linke

 
Erfunden wurden die Handkreisel schon 1993 von Catherine Hetting in den USA. Aber wofür eigentlich? Sie sollten ursprünglich Personen helfen, die eine Aufmerksamkeitsdefizit-Störung oder Autismus haben oder die über überschüssige Energie und zappelige Hände verfügen. Durch die Beschäftigung mit dem Spielzeug sollten die Benutzer von ihrer Nervosität abgelenkt und beruhigt werden.

 

Sie drehen sich auf den Fingern, auf der Strin, auf der Nase und der Serse: Die Kinder der Klasse 4d der Michael-Ende-Grundschule in Nürnberg zeigen im Video ihre Fidget-Spinner-Tricks.
Foto: dpa; Video: Annika Peißker

Hier geht es zum Video.

 

Wissenschaftlich ist das aber — noch — nicht bewiesen. Es gibt einige, die davon überzeugt sind, dass diese Behauptung nur erfunden wurde, weil man so mehr Fidget Spinner verkaufen kann. Allerdings gibt es noch eine weitere Theorie für den Erfolg: Es war schon immer typisch für Menschen, sich mit den Händen zu beschäftigen. Experten sagen, dass das wichtig für die Feinmotorik, also für die Beweglichkeit der Finger, ist. Früher haben schon Kinder handwerklich mit angepackt. Das ist heute nicht mehr so. Daher werden immer wieder Spielzeuge genutzt, um das Fingergeschick zu verbessern.

 

Schlaumeierwissen Fidget Spinner

  Name: Fidget Spinner — das ist Englisch und heißt übersetzt zappelnder Kreisel.

  Herkunft: USA

  Erfinder: Catherine Hetting aus Florida

  Erfindungsjahr: 1993

  Form und Aufbau: Jede bauwerkliche Form. In der Mitte befindet sich ein Kugellager. Die äußeren Flügel werden mit Gewichten versehen; diese können ebenfalls aus Kugellagern bestehen.

  Teuerster Spinner: Ein Fidget Spinner mit Diamanten für 10.000 Euro

 

  Warum dreht er sich so schnell?

  Kugellager sind Bauteile, die zum Beispiel auch in den Rollen von Inlineskates stecken. Zwischen zwei Ringen stecken kleine Kugeln. Sie sorgen dafür, dass die Rollen leicht und gut laufen. So ähnlich ist es auch beim Fidget Spinner. Wenn man ihm einen Schubs gibt, dreht er sich blitzschnell und hört damit nicht so schnell wieder auf.

Text: Klasse 4d Michael-Ende-Grundschule Nürnberg/ Annika Peißker